Windows: Laufwerkbuchstaben mit DISKPART anpassen

Mein neuer HP-Rechner ist mit einer SSD als Laufwerk C:\ augerüstet; das Laufwerk (Buchstabe) D:\ ist unverständlicherweise der Recovery-Partition zugeordnet, die Harddisk (1 TB) dem Laufwerkbuchstaben E:\. Die Recovery-Partition ist vom Typ OEM-Partition und kann deshalb über die Computerverwaltung nicht angepasst werden; d.h. der Laufwerkbuchstabe ist über die Systemsteuerung nicht veränderbar.  Da es mich gestört hat, dass D:\ durch eine Partition blockiert ist, die im Alltag nie verwendet wird (sie dient nur dazu, das System in den Auslieferungszustand zurückzusetzen…), habe ich die Laufwerkbuchstaben mit dem Windows Kommandozeilen-Tool DISKPART angepasst. Das Kommando DISKPART ist detailliert hier beschrieben.

Das Vorgehen im Einzelnen für einen Wechsel des Laufwerkbuchstabens von D:\ zu R:\ :

  • Eingabeaufforderung (als Administrator) ausführen
  • diskpart
  • list disk   ( > passenden Datenträger in der Liste suchen)
  • select disk=0   (passende Zahl einsetzen)
  • list partition  (passende Partition in der Liste suchen)
  • select partition=6   (passende Zahl einsetzen)
  • remove letter=D   (aktuellen Laufwerkbuchstaben von dieser Partition entfernen, im Beispiel ist es D)
  • assign letter=R   (neuen Laufwerkbuchstaben zuweisen, hier wurde R gewählt)
  • exit  (diskpart verlassen)
  • reboot   (Computer neu starten)

Sorgfältiges Vorgehen empfiehlt sich, da falsche Eingaben und Aktionen die Laufwerkstrukturen nachhaltig beschädigen können!

7 Gedanken zu „Windows: Laufwerkbuchstaben mit DISKPART anpassen“

  1. Aufgrund des letzten Windows Updates kam es heute im Support bei uns auch vermehrt zu Anrufen, dass etwaige Netzlaufwerke (F, G whatever) nicht mehr verwendbar ist. Windows 10 hat WINRE als den entsprechenden Laufwerksbuchtaben gemounted und der einzige Weg den Buchstaben da wieder zu entfernen ist über Diskpart! Danke für die tolle Beschreibung, du hast mir echt den Tag gerettet!

  2. Danke für die tolle Beschreibung , hab ich gut gerbrauchen können.
    hatte Probleme in der VirtualBox.. beim Sysprep Imagen.
    Mir wurde der Laufwerksbuchstabe meines Volumes nicht zugeordnet.. obwohl die USB Festplatte im Laufenden Host System
    einen Laufwerksbuchstaben besitzt.

    Leider vergisst man mit der Zeit ein paar Befehle… aber dank deiner
    Seite war das kein Problem mehr 🙂

    Gruß aus FFM

  3. Hier meine Vorgehensweise bei Win 10.

    1. „Eingabeaufforderung“ als Administrator starten
    2. DISKPART
    3. LIST VOLUME (hier das passende Laufwerk raus suchen)
    4. SELECT VOLUME=x (x = Volumenummer z.B. 3)
    5. DELETE LETTER x (x = Laufwerksbuchstabe der dem Volume zurzeit zugeorndet ist)

    So der Lauwerksbuchstabe ist jetzt erst einmal frei.
    Falls gewünscht kann man jetzt dem Volume einen neuen Laufwerksbuchstaben zuweisen.

    — OPTION —
    6. ASSIGN LETTER=x (x = neuer Laufwerksbuchstabe)
    — OPTION —

    7. EXIT
    8. System neu starten.

    1. Hallo Dave
      Danke für die Ergänzung. DISK bezieht sich auf einen physikalischen Datenträger, VOLUME bezieht sich auf ein virtuelles Laufwerk. Die Verwendung von VOLUME hat den Vorteil, dass im Gegensatz zu meinem oben beschriebenen Verfahren die aktuell verwendeten Laufwerkbuchstaben aufgelistet werden.
      Grüsse, Marc

  4. Hi,

    danke für deinen Beitrag.

    Dazu eine Frage: Ich habe mit einem neuen HP-Notebook (Win 10) die gleiche Problematik (Recovery-Partition hat den Laufwerkbuchstaben D). Muss ich, um Schritt 5 (list partition) und 6 (select partition=6) deiner Anleitung auszuführen, vorher eine Parition mit dem gleichen Volumen der Recovery-Parition erzeugen, um diese dann der ursprünglichen Recovery-Parition zuzuweisen?

    Danke!

    1. Hallo Robert
      Nein, keine neue Partition erstellen, sondern in der Liste die passende Partition suchen (auf Grund der Grösse; die Recovery-Partition dürfte ja deutlich kleiner sein als die im Betrieb verwendeten) und den Laufwerkbuchstaben von D zu R wechseln.
      Habe dies zwar auf Windows 10 noch nicht gemacht, dürfte aber gleich funktionieren wie auf Windows 8.
      Grüsse, Marc

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